Hier ein paar Beispiele römischer Glaskunst der Glaswerkstatt

ROMAN GLASSMAKERS
Mark Taylor & David Hill

http://www.romanglassmakers.co.uk

 

Die Gläser sind entsprechend den Originalen zum Teil frei und zum Teil in Formen geblasen.
Das formgeblasene Glas ist eine Spezialität der römischen Glasbäser und von der Herstellungstechnik besonders interessant.

Die Glasmischungen und die Farbstoffe entsprechen ebenso wie die Formgebung und Herstellungstechnik exakt den römischen Originalen.
Zur Einfärbung des Glases werden fast ausschließlich Metalle wie Kobalt, Kupfer und Eisen verwendet, was auch die Farbkraft der Gläser erklärt. Das hier verwendete Glas wird speziell anhand archäologischer Funde gemischt - es handelt sich also nicht um Industrieglas.

 


Auf Wunsch fertigen wir passende Holz- oder Messing-Deckel sowie Trageketten für die Glasgefäße.

Die Bodenreliefs der prismatischen Flaschen mit sechseckigem oder quadratischem Boden sind einen genaueren Blick wert:

Bei diesen für römische Verhältnisse recht dickwandigen Flaschen handelte es sich wohl primär um Transportgefäße, die eine Sekundärverwendung im häuslichen Bereich, meist als Vorratsgefäße in der Küche, fanden. Die römischen Originale sind zum Teil weniger präzise als andere Gefäße gefertigt. So finden sich bei ihnen auffallend viele Exemplare mit schiefen Hälsen und nicht gerade sorgfältig angesetzten Henkeln. Dies legt auch eine Verwendung als reiner Gebrauchsartikel näher als eine eher dekorative Verwendung.

Die meisten Flaschen mit endweder quadratischen oder sechseckigem (später auch rechteckigem) Boden verfügen über ein dekoratives Bodenrelief, welches stets mittig durch den Abbruch des Ansetzstabes (Hefteisens) leicht beschädigt ist. Dieser Abbruch ist eine Zwangsläufigkeit, da ein Umsetzen von der Glasbläserpfeife auf der einen Hals-Seite auf das Hefteisen auf der Boden-seite zwingend notwendig ist um Hals und Rand auszuformen.

Zum Glück beeinträchtigt diese Heftnarbe das dekorative Relief im Regelfalle kaum. Über den Zweck dieser Reliefs ist bis dato viel spekuliert worden: Es könnten Inhaltsbezeichnungen oder auch Herstellermarken (siehe FRONTINVS oder EQVA bei den Faßflaschen) sein. Einige Abkürzungen könnten auch den Herstellungsort bezeichnen, so wie CCAA auf Köln deutet.

Es sind sogar einige Bodenformen erhalten, siehe den Artikel über die Viereckflaschen.

 



Hier ein paar weitere Bilder - aber nur für hartgesottene Zeitgenossen!

Weitere Fotos von römischen Glasgefäßen aus der Werkstatt von Mark Taylor & David Hill finden Sie
in der Bilderserie "Händlerstand":



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